Basilika Vierzehnheiligen

 

Die den „Vierzehn Nothelfern“ geweihte Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen ist eine von 4 Basiliken im Bistum Bamberg, genauer gesagt ist es eine „Basilica minor“, eine „kleine Basilika“ (diesen Titel hat Vierzehnheiligen seit 1897, verliehen durch Papst Leo XIII). Sie befindet sich bei Bad Staffelstein, auf der linken Mainseite. Die heutige Kirche ist bereits die dritte Kirche die hier steht. Diese dritte Kirche wurde nach den Plänen von Balthasar Neumann zwischen 1743 und 1772 errichtet. 1835 wurde die Kirche von einem Blitz getroffen, wobei das Dach und die Türme abbrannten. Ab 1839 wurde mit der Wiedehestellung der Kirche begonnen.

Wir sind von Bad Staffelstein gekommen und über die Vierzehnheiligener Straße hoch Richtung Wallfahrtskirche / Basilika Vierzehnheiligen gefahren, geparkt haben wir auf dem Parkplatz, der ca. 500 Meter unterhalb der Kirche liegt. Diese restlichen ca. 500 Meter müssen gelaufen oder mit einem Bus zurückgelegt werden. Je näher wir zur Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen kamen, desto beeindruckender wirkte sie. Die Fassade zählt zu den imposantesten Kirchenfassaden des Barocks. Zusammen mit den beiden hohen Türmen sieht man sie schon von weitem (so z.B. auch von der Autobahn aus oder auch vom Kloster Banz, welches sich auf der anderen Seite des Maintals befindet).

Nicht nur aus Franken kommen Wallfahrer nach Vierzehnheiligen, manche sind mehrere Tage zu Fuß unterwegs. Aber es gibt auch „moderne“ Wallfahrer, die mit dem Fahrrad, Bus / Auto, aber auch mit ausgefallenen Fahrzeugen, wie z.B. mit historischen Traktoren nach Vierzehnheiligen pilgern. Wenn man also hoch zur Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen geht, so muss man immer damit rechnen, dass man auf Wallfahrer trifft und ein Gottesdienst in der Kirche abgehalten wird. Der Anstand sollte jedem Besucher gebieten, dass man zu Zeiten von Gottesdiensten die Kirche weder besichtigt, noch Bilder / Videos macht, nicht umherläuft und/oder sich auch nicht unterhält (leider halten sich aber nicht alle Zeitgenossen_innen daran). Wenn man außerhalb von Gottesdiensten in der Wallfahrtskirche ist, so sollte einer Besichtigung nichts im Wege stehen.
Der Innenraum wird vom Gnadenaltar beherrscht, der in der Mitte der Basilika steht. Er ist das Zentrum und das wichtigste Heiligtum der Kirche. Der Gnadenaltar ist ein Rokoko-Meisterwerk. Über drei Ebenen sind die 14-Nothelfer verteil. Im Boden / Schacht des Gnadenaltars ist die Stelle, an der 1446 einem Hirten das Jesuskind zusammen mit 14 Kindern, den 14-Nothelfer, erschien ist, mit einem Stern gekennzeichnet (dem Hirten ist hier zwar schon 1445 das Jesuskind erschienen, jedoch waren diese ersten Erscheinungen noch ohne den 14 Kindern / Nothelfern). Der vorgenannte Stern wurde erst 2006 angebracht und ist eine exakte Kopie des Sterns, der in Bethlehem die Geburtsstelle von Jesus markiert.
Wie gesagt, der Gnadenaltar ist das Zentrum und das Heiligtum der Kirche von Vierzehnheiligen, aber es lohnt sich durchaus, wenn man sich in der ganzen Kirche umsieht.
In Vierzenheiligen waren einst die Zisterzienser daheim, bis sie 1803, im Rahmen der Säkularisation, Vierzenheiligen verlassen mussten. Heute sind hier die Franziskaner, die 1839 vom damaligen König Ludwig I. von Bayern mit der Betreuung der Wallfahrer beauftragt wurden.
Vierzehnheiligen thront über dem Maintal (linke Mainseite). Zusammen mit dem Kloster Banz, das sich auf der anderen, der rechten Mainseite befindet, beherrschen diese beiden Prachtbauten Bad Staffelstein und das Obermaintal.