Michelau


Spitzname: “Fraßkrüeten, Hühnerfärber oder Patschen"

Homepage Gemeinde Michelau: http://www.gemeinde-michelau.de


Ortsgeschichte
Michelau wurde erstmals 1195 urkundlich erwähnt. Entstanden ist der Ort aus einem Fischerdorf am Main, in dem bis ins 18. Jahrhundert Weinbergspfähle für Mainfranken hergestellt wurden. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich die Korbmacherei, deren Produkte schon um 1780 bis nach Holland, 1792 bis nach Preußen und Russland verkauft wurden. Im Jahr 1840 lebten in Michelau 1003 Menschen. Um 1900 gab es in Michelau fast 900 Korbmacher, deren Erzeugnisse in die ganze Welt gingen. Ab 1950 entstanden auch einige Großbetriebe, die das wirtschaftliche Rückgrat der Gemeinde bilden (Korbwaren, Kinderwagen, Metallwaren, Spielwaren, Textilien, Autozubehör).

Eingemeindungen
Am 1. Januar 1977 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lettenreuth eingegliedert. Aus der Gemeinde Neuensee wurde bereits am 15. Februar 1952 die neue Gemeinde Neuensorg ausgegliedert. Neuensee wurde dann am 1. Januar 1978 zusammen mit Schwürbitz eingemeindet.

Ortsteile
Lettenreuth, Neuensee, Oberreuth, Schwürbitz

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Silber eine geflochtene und geschlossene schwarze Fischreuse.

WAPPENGESCHICHTE
Aus dem Jahr 1624 ist der Abdruck eines Siegels überliefert, das um 1600 geschnitten wurde. Im Schild steht ein urnenförmiges Gefäß, das im Zuge der Wappenverleihung 1927 als geflochtene Fischreuse gedeutet wurde. Michelau bezeichnet sich selbst als die Wiege der Korbflechterei, die sich hier ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zum wichtigsten Erwerbszweig entwickelte. Darauf verweist die geflochtene Fischreuse im Gemeindewappen. Das Deutsche Korbmuseum wurde 1934 in Michelau gegründet, es basiert auf einer Sammlung von 1929. 

WAPPENDATEN
Wappenführung seit17. Jahrhundert

Rechtsgrundlage Durch Siegelführung seit 1624 belegt Verleihung durch das Innenministerium vor dem 03.08.1927