Weismain


Spitzname: “Kaulhazen”
Homepage Stadt Weismain: http://www.weismain.de

Bis zum 19. Jahrhundert
Ein frühmittelalterlicher Friedhof aus dem 8. und 9. Jahrhundert wurde im Jahr 1972 nordwestlich des Ortskerns an der Ecke Griechköttendorfer Straße-Bürgermeister-Kraus-Straße entdeckt. Es enthielt 209 Gräber mit zum Teil wertvollen Beigaben, was auf relativen Reichtum der damaligen Bewohner hindeutet. Ein hölzernes Totenhaus und ein Grab mit Kreisgraben weisen auf einen Hügel hin. Derartige Grabhügel gab es in der Zeit um 700 vereinzelt im süddeutschen Raum. Sie werden bisweilen als heidnische Gegenströmungen zum sich ausbreitenden christlichen Glauben gewertet.
In einigen Gräbern befanden sich Waffen, darunter zwei Schwerter des Typs Spatha. Waffenbeigaben sind typisch für die Zeit bis zum 7. Jahrhundert und es ist nicht ausgeschlossen, dass der Nutzungsbeginn des Gräberfeldes in diese Zeit fällt. Weismain wurde im Jahre 800 in einer Urkunde des Klosters Fulda erstmals erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg gelang es einer Sage nach, die schwedischen Belagerer zu vertreiben, indem sich eine kleine Einheit, die hauptsächlich aus Bauern bestand, zusammenzog, von der Burg Niesten in Richtung Weismain zog und mit Handwerkszeug und anderem Gerät solchen Lärm verursachte, dass die Schweden befürchteten, die kaiserlichen Truppen seien im Anmarsch. Zum Gedenken findet jährlich an Mariä Himmelfahrt eine Schwedenprozession statt. 1840 betrug die Einwohnerzahl von Weismain 1264.

Eingemeindungen
Am 1. Januar 1976 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Modschiedel mit den Orten Modschiedel, Wunkendorf, Wohnsig und Wallersberg mit Wallersberg, Mosenberg, Frankenberg, Schammendorf eingegliedert. Am 1. Juli 1976 kamen Kaspauer mit Altendorf, Kaspauer und Siedamsdorf hinzu. Arnstein, Großziegenfeld und Weiden folgten am 1. Januar 1977. Die Reihe der Eingemeindungen endete mit der Eingliederung von Buckendorf, Fesselsdorf und Kleinziegenfeld sowie großer Gebietsteile von Neudorf mit Neudorf, Seubersdorf, Krassach, Niesten und Görau; Zultenberg kam am 1. Januar 1978 zu Kasendorf.

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Gold ein mit einer silbernen Schrägleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe, der oben von einem waagrechten, beiderseits von je einem aufrechten blauen Fisch begleitet ist.

WAPPENGESCHICHTE
Aus dem Jahr 1339 sind Abdrucke eines Siegels überliefert, das wohl anlässlich der Stadtrechtsverleihung 1313 entstanden ist. Im Schild steht der Bamberger Hochstiftslöwe, außerhalb vom Schild sind drei Fische dargestellt: oben sowie rechts und links je einer. Erst in der Bamberger Vasallentafel von 1603 stehen die drei Fische im Schild. Bei der Wappenrevision 1819 wurde das Wappen geändert. Nun stand in Blau ein silberner Schrägbalken, der oben von einem Fisch und unten von zwei silbernen Fischen begleitet war. Die Wiederannahme des alten Wappens erfolgte erst 1952, obwohl bereits König Ludwig I. diese 1836 genehmigt hatte. Herzog Otto VIII. von Andechs-Meranien starb auf der Burg von Weismain 1248. Mit ihm ist das bedeutende Adelsgeschlecht ausgestorben. Weisman kam an das Hochstift Bamberg und blieb mit kurzer Unterbrechung bis zum Übergang an Bayern 1803 unter dessen Herrschaft. Daran erinnert der Bamberger Hochstiftslöwe. Die Fische weisen auf den seit jeher bekannten Forellenbestand in der Weismain hin. 

WAPPENDATEN
Wappenführung seit 14. Jahrhundert
Rechtsgrundlage Durch Siegelführung seit 1339 belegt
Beleg Vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv München bestätigt am 12.02.1952
Änderung Seit 1603 stehen die Fische im Schild. 1819 in Blau ein silberner Schrägbalken, der oben von einem Fisch, unten von zwei silbernen Fischen begleitet ist.

 

  • Weismain 1
    Weismain 1
  • Weismain HDR pano
    Weismain HDR pano
  • Weismain2
    Weismain2
  • Maria-Hilf Kapelle Kleinziegenfeld
    Maria-Hilf Kapelle Kleinziegenfeld
  • Lourdes-Grotte Kleinziegenfeld
    Lourdes-Grotte Kleinziegenfeld